Einszweiundzwanzig vor dem Ende


Tragikomödie von Matthieu Delaporte
Deutsch von Georg Holzer


Bertrand hat das Gefühl, sein Leben verpasst zu haben. Keine Frau, langweiliger Job, keine Ambitionen. Das soll aufhören. Nach dem missglückten Versuch, durch einen Autounfall zu sterben, will Bertrand den Sprung aus dem Fenster wagen. Doch auch dieses Vorhaben scheitert, weil plötzlich jemand an der Wohnungstür des 38-Jährigen klopft. Als Bertrand die Tür öffnet, steht ihm ein fremder Mann mit Schnurrbart gegenüber, der eine Waffe auf ihn richtet. Der seltsam schrullige Besucher droht ihn zu erschießen, zögert jedoch und kommt schließlich mit Bertrand ins Gespräch. Zwischen den beiden Herren entspinnt sich ein aberwitziger Dialog um die Gründe für den Freitod des einen und die Anwesenheit des anderen. Nach und nach offenbart sich, dass der Möchtegern-Mörder niemand Geringeres ist als der Tod persönlich, einer von vielen Angestellten, die potentielle Kandidaten abholen. Doch die Überraschung ist groß, als sich herausstellt, dass sich der Mann im Stockwerk geirrt hat… 
Als Bertrand begreift, dass nicht er, sondern Clémence, die über ihm wohnt und die er insgeheim bewundert, von Gevatter Tod mitgenommen werden soll, weckt das bei ihm neue Lebensgeister und ein Wettlauf mit der Zeit beginnt.

Matthieu Delaporte ist bekannt für seine intelligenten Komödien mit geschliffenen Dialogen. Sensationserfolge feierte der 1971 geborene Film- und Drehbuchautor bereits neben Alexandre de La Patellière mit „Der Vorname“ und „Das Abschiedsdinner“.

Pressestimmen:


„Die an diesem Abend erlebte faszinierende Kombination von erfrischend hintersinnigem Humor und ernsthafter Auseinandersetzung mit dem eigenen Tod in Form brillanter Dialoge Matthieu Delaportes nennt Regisseur Martin Schulze in einem Interview „melancholische Heiterkeit“ (…)“
ISERLOHNER KREISANZEIGER, Hubert Schmalor, 19.2.2025

„Es ist nicht einfach, seinem Leben ein Ende zu setzen, wenn jemand versucht, einen zu töten. (…) 82 Minuten verbaler Wettkämpfe, sowohl köstlich als auch philosophisch, tiefgründig und komisch (…)“
LE PARISIEN, Grégory Plouviez, 4.1.2022


Fotos © Dietrich Dettmann