Theater Total präsentiert:

Das Wintermärchen

 

Seit Mitte April ist die aktuelle Produktion von TheaterTotal auf Tournee in ganz Deutschland und der Schweiz und macht am Samstag, 23. April, ab 20.00 Uhr, im Neuen Theater Espelkamp Station. Unter der künstlerischen Leitung von Barbara Wollrath-Kramer haben sich die jungen Erwachsenen in diesem Jahr „Das Wintermärchen“ nach William Shakespeare ausgesucht. Denn das Projekt, das jährlich 30 jungen und interessierten Erwachsenen die Möglichkeit bietet, sich auf einer ganzen Bandbreite kreativer Berufe auszuprobieren und Erfahrungen zu sammeln, basiert insbesondere darauf, in den letzten drei Monaten mit dem selbst gewählten und einstudierten Theaterstück auf Tournee zu gehen. Für diese Tournee haben sich die jungen Leute für „Das Wintermärchen“ entschieden, eines der letzten Stücke des schon damals recht alten Shakespeare, das kontrastreicher nicht sein kann und oft alles andere als winterlich ist – voll Ernst und Witz wird eine spannende Geschichte erzählt: Mit

Spielbegeisterung begibt sich das junge Ensemble von TheaterTotal auf eine Reise von Sizilien nach Böhmen, vom emotionalen Winter zum Sommer, durch Höhen und Tiefen menschlichen Lebens. Die unterschiedlichen Lebensweisen der zwei Kulturräume und Generationen werden ausdrucksstark und einfallsreich, verwoben mit Musik, Tanz und performativen Elementen dargestellt.

 

Kann man die zwei bedeutsamsten Gattungen des Theaters, Tragödie und Komödie, in einem Stück zusammenfassen? Eine Geschichte, die von Anfang an dem Untergang geweiht ist, dennoch zu einem guten Ende führen? Shakespeare zeigt uns in „Das Wintermärchen“, dass es geht: Zwar trägt es den Titel eines Märchens und wird zu den Romanzen gezählt, beinhaltet jedoch viel mehr als die Kategorie vermuten lässt: Es beginnt als Drama. Der sizilianische König Leontes, stürzt sich von Eifersucht zerfressen in einen Wahn von Hass und Rachsucht, der seine Familie sowie den Königshof zerstören wird. Seiner Frau Hermione werden die Kinder weggenommen, sie wird zu Unrecht wegen Ehebruchs verurteilt. Da sind jedoch auch die einfachen Leute, Hirten und Schäfer, die nichts ahnen vom Tun ihrer Herren, die Freude und Lebenslust verkörpern. Und da ist die verloren geglaubte Königstochter Perdita, die in Böhmen, fernab der Konflikte der Königsfamilie, in einer Schäferfamilie aufwächst. So tragisch und düster wie das Stück beginnt, so fröhlich und hoffnungsvoll – ja komödiantisch – setzt es nach einem Zeitsprung von sechzehn Jahren fort. Heilt die Zeit wirklich alle Wunden? Shakespeares Figuren durchleben eine ganze Bandbreite an Gefühlen. Sie müssen Schmerz und Zerstörung erleiden. Trotzdem entsteht mit der jungen Generation aus den Trümmern neues Leben.

 

In einem Einführungsvortrag, der bereits um 19.00 Uhr im Theatersaal beginnt, geben die Ensemblemitglieder den Theatergästen nähere Einblicke in die Hintergründe dieser Inszenierung. Eine Anmeldung für den Einführungsvortrag ist nicht erforderlich.

 

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